Funnelcockpit kündigen: So geht es ohne Ausfall der Website

Ich habe Funnelcockpit jahrelang selbst benutzt, und zwar gern. Jetzt habe ich meine Websites auf eine eigene Lösung umgezogen und Funnelcockpit gekündigt. Dabei ist mir klar geworden: Gefährlich ist nicht die Kündigung selbst, sondern die Zeit davor, denn wer in falscher Reihenfolge vorgeht, hat plötzlich eine Website und eine E-Mail-Adresse, die nicht mehr funktionieren.

Deshalb hier die Reihenfolge, die ich Ihnen empfehle.

Die Kurzfassung

Sie können Funnelcockpit jederzeit kündigen, und zwar zum Ende des Abrechnungszeitraums.

Mit dem Ende des Zeitraums verlieren Sie den Zugang zum Mitgliederbereich und zu allen Inhalten.

Bereits gezahlte Beiträge werden nicht erstattet.

Die Kündigung lässt sich nicht rückgängig machen. Wer später zurück will, braucht einen neuen kostenpflichtigen Account.

Der wichtigste Schritt steht vor der Kündigung: Domain und E-Mail dürfen nicht mehr von Funnelcockpit abhängen.

Schritt 1: Alles sichern, was Sie behalten wollen

Funnelcockpit bietet im Funnel-Builder eine Exportfunktion an. Nutzen Sie sie für jede Seite, die Sie später noch brauchen.

Bedenken Sie dabei: Die exportierten Dateien (JSON) lassen sich nur in Funnelcockpit wieder laden. Sie sind eine Sicherungskopie, aber keine Vorlage für einen anderen Anbieter. Ihre Texte, Bilder und Seitenstruktur sichern Sie deshalb zusätzlich, zum Beispiel indem Sie die fertigen Seiten im Webbrowser speichern und die Bilder herunterladen.

Vergessen Sie nicht Ihre Kontakte aus dem E-Mail-Marketing, Ihre Bestellungen und die Rechnungen von Funnelcockpit selbst.

Schritt 2: Prüfen, wo Ihre Nameserver stehen

Das ist der Punkt, den die meisten übersehen. Wenn Sie Ihre eigene Domain bei Funnelcockpit eingerichtet haben, steht sie womöglich auf den Nameservern von Funnelcockpit. Dann hängen Website und E-Mail daran.

So prüfen Sie es: Fragen Sie bei Ihrem Domain-Anbieter ab, auf welchen Nameservern die Domain steht. Gehören sie Funnelcockpit, gehen Sie so vor:

1. Legen Sie die DNS-Einträge für Website und E-Mail zuerst bei Ihrem neuen Anbieter an.

2. Stellen Sie danach die Nameserver bei Ihrem Domain-Anbieter um.

3. Warten Sie, bis die Umstellung wirkt, und prüfen Sie Website und E-Mail von außen.

Erst wenn das alles funktioniert, kündigen Sie.

Schritt 3: Die neue Website prüfen

Rufen Sie jede Seite der neuen Website auf, bevor Sie kündigen. Prüfen Sie Formulare, Terminbuchung und E-Mail-Versand mit einer Testnachricht. Achten Sie auch auf die Weiterleitungen: Adressen, die bei Google schon bekannt sind, sollten unverändert funktionieren, sonst gehen Platzierungen verloren.

Schritt 4: Funnelcockpit kündigen

Laut Funnelcockpit erfolgt die Kündigung in den Kontoeinstellungen. Monatliche Tarife enden zum Ende des Abrechnungszeitraums. Das Testkonto können Sie auch innerhalb der 14 Testtage kündigen. Bei jährlicher Abrechnung gelten die Laufzeit und die Bedingungen der Bestellseite.

Heben Sie die Kündigungsbestätigung auf. Sie belegt, dass und wann Sie gekündigt haben.

Was nach der Kündigung passiert

Bis zum Ende des Abrechnungszeitraums arbeiten Sie normal weiter. Danach ist der Zugang weg. Eine Übergangsfrist, in der Ihre Seiten noch erreichbar bleiben, nennen die Nutzungsbedingungen nicht. Planen Sie deshalb so, als wären Ihre Seiten ab dem ersten Tag nach Ende des Zeitraums nicht mehr erreichbar.

Was mir beim Umzug aufgefallen ist

Bei meinen beiden Domains standen die Nameserver bei Funnelcockpit. Ich musste die Einträge für Website und E-Mail erst bei meinem neuen Anbieter anlegen und die Nameserver umstellen, bevor ich kündigen konnte.

Die Seiten von Funnelcockpit lassen sich nicht automatisch per Skript abrufen. Ich habe sie deshalb im Webbrowser gesichert.

Gekündigt habe ich erst ganz am Schluss, nachdem beide Websites umgezogen waren und ich alles geprüft hatte.

Häufige Fragen

Kann ich Funnelcockpit jederzeit kündigen?

Ja, laut den Nutzungsbedingungen zu jeder Zeit, wirksam zum Ende des Abrechnungszeitraums.

Bekomme ich Geld zurück?

Nein. Bereits gezahlte Beiträge werden laut den Nutzungsbedingungen nicht erstattet.

Kann ich die Kündigung zurücknehmen?

Nein. Wer später wieder Funnelcockpit nutzen will, braucht einen neuen kostenpflichtigen Account.

Funktioniert der Export in einen anderen Baukasten?

Nein, nicht direkt. Die JSON-Dateien lassen sich nur in Funnelcockpit laden. Für einen anderen Anbieter müssen Sie die Seiten neu aufbauen.

Was kostet Funnelcockpit eigentlich?

Das steht im Artikel Funnelcockpit Erfahrungen: 25 Vorteile, 3 Nachteile, im Abschnitt zu den Preisen.

Mein Fazit

Funnelcockpit hat mir viele Jahre gute Dienste geleistet, und ich empfehle es weiterhin. Gekündigt habe ich, weil ich für meine eigenen Websites einen anderen Weg gewählt habe. Wenn Sie vor derselben Entscheidung stehen, sind die wichtigsten Regeln: erst sichern, dann umziehen, dann prüfen, und erst ganz zum Schluss kündigen.

Hinweis: Die Bedingungen von Funnelcockpit können sich ändern. Verbindlich sind die Nutzungsbedingungen und Ihre Bestellseite. Sollte eine Aussage nicht mehr stimmen, freue ich mich über Ihren Hinweis.

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